Ort und Datum: 
25.05.16
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Planungen für Freileitung zwischen Wengerohr und Niederstedem beginnen

Planungen für Freileitung zwischen Wengerohr und Niederstedem beginnen

Amprion bereitet zurzeit die Unterlagen für die raumordnerische Prüfung der geplanten 380-Kilovolt (kV)-Höchstspannungsfreileitung zwischen Wengerohr und Niederstedem vor. Dies ist der dritte Genehmigungsabschnitt der geplanten 380-kV Freileitung von Metternich (Koblenz) nach Niederstedem (Bitburg). Die neue Freileitung ist ein gesetzlich gefordertes Energiewendeprojekt. Der Übertragungsnetzbetreiber informierte am 24. Mai in einer Auftaktveranstaltung in Wittlich die beteiligten Institutionen aus Verwaltung, Politik, Wirtschaft, Naturschutz und Tourismus über seine Planungen. Mitarbeiter des Unternehmens hatten bereits in den Wochen zuvor den Bürgermeistern und teilweise auch verantwortlichen Fachbereichsleitern der Verbandsgemeinden Wittlich-Land, Trier-Land, Südeifel, Speicher und Bitburger Land sowie der Stadt Wittlich das Projekt vorgestellt.

Amprion plant, die bestehende Höchstspannungsfreileitung zwischen Wengerohr und Niederstedem zu erneuern. Die Spannungsebene soll von derzeit 220 auf 380-kV angehoben werden. Dafür müssen neue Masten errichtet werden. Die alten Masten werden abgebaut. Die Gestalt der Freileitung in dem rund 40 Kilometer langen dritten Genehmigungsabschnitt wird sich nach heutiger Planung gegenüber dem jetzigen Zustand nur wenig verändern. Die neue Freileitung wird weitestgehend im alten Trassenraum errichtet. Die Anzahl der Masten wird mit rund 110 vermutlich unverändert bleiben. Ihre Höhe soll etwas zunehmen, von jetzt rund 50 bis 55 Meter auf zukünftig im Mittel rund 60 Meter.

Die elektrischen und magnetischen Felder der Leitung werden auch zukünftig weit unter den gesetzlichen Grenzwerten liegen.

Ein Erdkabel kann zwischen Metternich und Niederstedem nicht eingesetzt werden, weil dafür die gesetzliche Grundlage fehlt. Auf der Spannungsebene 380-kV gibt es kaum technische Erfahrungen mit dieser Technologie. Um die Sicherheit der bundesweiten Stromversorgung zu gewährleisten, hat der Gesetzgeber entschieden, Erdkabel nur auf wenigen, genau definierten Pilotstrecken zu testen.

Frühzeitige Information der Öffentlichkeit

Amprion-Sprecher Claas Hammes: „Mit unseren Informationsangeboten möchten wir frühzeitig - noch vor dem gesetzlich vorgeschriebenen Beteiligungsverfahren - das Projekt vorstellen. Die Gäste der Auftaktveranstaltung und die Bürgermeister der Projektregion sind für uns zentrale Multiplikatoren, um dieses wichtige Energiewendeprojekt in der Region bekannt zu machen.“

Amprion plant die Raumordnungsunterlagen bei der zuständigen Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord (SGD Nord) im Sommer dieses Jahres einzureichen. Wie im zweiten Genehmigungsabschnitt, soll das Projekt auf Infomärkten den Bürgerinnen und Bürgern der Region vorgestellt werden. Diese sind, wenn die Planungen für den Trassenverlauf und die Maststandorte ausreichend konkret sind, für Herbst 2017 terminiert. Anschließend, Sommer 2018, soll das Planfeststellungsverfahren beantragt werden.

Gesetzlicher Auftrag - Energiewendeprojekt in mehreren Planungsabschnitten

Die Amprion GmbH hat den gesetzlichen Auftrag, die bestehende 220-kV-Freileitung von Metternich nach Niederstedem auf einer Länge von über 100 Kilometer zu einer 380-kV-Freileitung auszubauen. Dies ist notwendig, um die in der Eifel anfallende Windenergie in das Übertragungsnetz einzuspeisen und um die Versorgungssicherheit in der Region zu gewährleisten. Für den ersten Genehmigungsabschnitt zwischen Metternich und Pillig läuft bereits das Planfeststellungsverfahren. Für den zweiten Abschnitt von Pillig bis Wengerohr werden zurzeit die Planfeststellungsunterlagen erarbeitet. Weitere Information zu dem Projekt auf http://netzausbau.amprion.net/.

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an:

Claas Hammes (Projektsprecher)

T +49 231 5849-12937, M +49 172 62 92 689, F +49 231 5849-14188

E-Mail: claas.hammes@amprion.net

 

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